Nach den Zusammenkünften, Gesprächen mit den ältesten aktiven und passiven Mitgliedern und den vorhandenen Versammlungsprotokollen ist es unser Bestreben, einen möglichst lückenlosen Nachweis über die "Gesellschaft Schützenlust Holzheim" zu erbringen.

Die "Gesellschaft Schützenlust Holzheim" wurde im November 1900 von 18 Männern gegründet. vermutlich sind die Gründungsmitglieder der Gesellschaft aus einem Grenadierzug hervorgegangen. Geführt vom 1. Hauptmann August-Hubert Burbach, wurde jedem Mitglied zur Bedingung gemacht, ein eigenes Gewehr zu kaufen, eine Vogelbüchse (Donnerbüchse - Kaliber 16mm).

Die Gründer der Gesellschaft, wie folgt namentlich festgehalten:

Peter Krüll, Heinrich Schmitz, Wilhelm Koch, Peter Tillmann, Peter Schmitz, Franz Koch, Michael Dahmen, Josef Krings, August Hubert Burbach (Hauptmann), Johann Sandkaulen (Feldwebel), Johann Schmitz, Franz Weißenberg, Franz Schmitz, Johann Kremer, Josef Eigen, Christian Bongartz.

Die jetzt noch vorhandene Vereinsfahne wurde 1901 angeschafft. Sie wurde zwischenzeitlich mit Unterstützung des Bürgerschützenvereins Holzheim e.V. restauriert. Die erste Uniform bestand aus einem grünen Uniformrock und einer weißen Hose.

Bis zum Jahre 1914 blieb die Gesellschaft Schützenlust in der oben genannten Form bestehen. In den Jahren 1900 stellte sie mit Peter Tillmann und 1912 mit Franz Monka jeweils den Schützenkönig im Holzheimer Regiment.

Beim 1. Schützenfest 1920 nach dem ersten Weltkrieg war auch die Gesellschaft Schützenlust wieder mit einer ansehnlichen Stärke angetreten. Das Amt des Hauptmanns bekleidete Christian Burbach als Nachfolger seines Vaters August Hubert Burbach, der im 1. Weltkrieg verstarb.

  August Burbach, erster Hauptmann der Gesellschaft

Der Sinn und Zweck der Gesellschaft war es immer, den Schießsport zu wahren und zu fördern. Aus diesem Grund gesellten sich im Jahre 1921 noch zwei Züge hinzu. Es fanden bis zum 2. Weltkrieg jährliche Wettkämpfe zwischen den befreundeten Vereinen statt.

So auch zu ersehen aus der Chronik des Bürgerschützenvereins Grimlinghausen: 50 Jahre Freischützen in Neuss-Grimlinghausen: "Bei den am Sonntag, den 16. Mai 1931 stattgefundenen Jubiläumsschießen erreichte die Gesellschaft Schützenlust von zehn angereisten Vereinen den 4. Platz". Allgemein war bekannt, daß die Gesellschaft seit ihrer Gründung immer in Holzheim sowie auch in verschiedenen anderen Nachbarorten die Organisation des Königsvogelschießen durchführte.

1923 wurde Peter Tillmann aus den Reihen der Gesellschaft zum Präsidenten des Bürgerschützenvereins Holzheim gewählt. Dieses Amt bekleidete er bis 1950.

Im Jahre 1928 wurde, die sich auch heute noch im Besitz des Hauptmannszuges befindliche Königskette, angeschafft.

1932 wurde auf dem Grundstück der Gaststätte Lyrmann-Maasen (Zum Schützenhof) in Eigenleistung der Kameraden ein Freiluft-Schießstand (Hochstand) errichtet, auf dem Vereins- und Freundschafts-Wettkämpfe sowie die jährliche Ermittlung des Holzheimer Bürgerschützen-Königs durchgeführt wurde.

Nach dem unvergessenen Josef Krings ("Decke Schuster"), sowie Michael Dahmen, die das Amt des Hauptmanns bis 1933 bekleideten, übernahm Winand Tillmann in den weiteren Jahren dieses Amt. Peter Holthausen wurde in diesem Jahr zum 1. Vorsitzenden gewählt.

 

 

 

 

Winand Tillmann schloss am 24. März 1937 bei der Gladbacher Feuerversicherungs- Aktiengesellschaft eine Feuerversicherung mit der lfd. Nr. 407254 für die Korpsfahne mit Hülle, 3 Schärpen und 1 Tragriemen ab. Diese alte Urkunde ist bis zum heutigen Tage erhalten geblieben. Die Fahne wurde mit einem Wert von 600,-- Reichsmark versichert, woraus sich die Prämie von 3,-- RM pro Jahr berechnete.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Bis zum 2. Weltkrieg stellte die Gesellschaft Schützenlust zwei weitere Schützenkönige Jakob Delvos 1934/35 sowie Hubert Demacker zum 100-jährigen Jubiläum des Bürgerschützenvereins 1935/36.

 

Die Anzahl der Mitglieder ging durch die politischen und gesellschaftlichen Wirren bis zum Ausbruch des Krieges stark zurück. Leider mußte auch die Gesellschaft Schützenlust den Tod einiger Kameraden im 2. Weltkrieg beklagen.

Zum ersten Schützenfest 1950 marschierte eine kleine Abordnung der Schützenlust mit der Vereinsfahne, die die Kriegswirren gut überstanden hatte, wieder mit.

 Schützenfest 1950. Von links: Ludwig Grasmann, August Burbach und Jakob Brand.
1950: Ludwig Grasmann, August Burbach und Jakob Brand

1950/51 stellte sie mit Ludwig Grasmann den Schützenkönig im Regiment des Holzheimer Bürger-Schützenvereins.

1952/53 tat dies ihm der amtierende Hauptmann Winand Tillmann gleich. In den folgenden Jahren stieg die Zahl der Mitglieder erheblich an.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1954 gliederte sich der Jägerzug "Gemütlichkeit" unter der Führung von Josef Kollenbroich der Gesellschaft an.

1957 wurde die Schießsportabteilung der Gesellschaft wieder ins Leben gerufen.

 

1958 wechselte der Jägerzug "Waidmannsheil" unter der Führung von Gottfried Dahmen ebenfalls zur Gesellschaft Schützenlust.

1958 kam man aufgrund stetig wachsender Mitgliederzahlen auf den Gedanken, ein eigenständiges Korps zu gründen. Die Vorbereitungen hierzu wurden noch von dem damaligen Vorsitzenden Hans Zimmermann getroffen. Werner Hecker übernahm das Amt des Hauptmanns bis 1964. Zum Schützenfest marschierte die Gesellschaft Schützenlust zum ersten Mal als selbständiges Korps mit. Winand Tillmann wurde zum 1. Major der Gesellschaft Schützenlust gewählt. Zum Adjutanten ernannte er Mathias Kluth. Dieser konnte dieses Amt jedoch ein Jahr später nicht wahrnehmen, da er selber 1959 Schützenkönig in Holzheim wurde. Winand Tillmann ernannte daraufhin Willi Staffe zu seinem Adjutanten.

Am 20. April 1960 veranstaltete die Gesellschaft aus Anlass ihres 60-jährigen Bestehens einen Festakt im Jägerhof Lenzen. Um 19.00 Uhr trafen sich alle Mitglieder in der Gaststätte Schloßmacher, von wo sie vom Holzheimer Musikverein, dem Tambourkorps "Concordia" und dem Holzheimer Fanfarenkorps abgeholt und zum Jägerhof geleitet wurden. Hier begrüßte Major Winand Tillmann die vielen Gäste, unter Ihnen S.M Christian Cöln, Präsident Hermann Weyers, die Majore der einzelnen Korps sowie die Vertreter des Holzheimer Schießsportvereins. Ein buntes musikalisches Programm umrahmte den Abend, der der Pflege der Kameradschaft und der Geselligkeit galt.

1964 übernimmt nunmehr Mathias Meinholz die Führung des Hauptmannzuges.

In den folgenden Jahren mußte mancher Schicksalsschlag hingenommen werden. Zunächst wurde der unvergeßliche Vorsitzende Hans Zimmermann durch plötzlichen Tod aus den Reihen der Gesellschaft gerissen. Er war der große Initiator der Gesellschaft gewesen. Wenig später teilte Winand Tillmann mit, daß er das Amt als Major nicht mehr ausüben könne. Daraufhin wurde Albert Stegers zum neuen Major gewählt, der dann jedoch ebenfalls aufgrund eines Unfalls das Amt nicht wahrnehmen konnte.

Das Korps wurde zum Schützenfest 1967 vom Adjutanten Georg Zeller und Wolfgang Lemberg für ein Jahr angeführt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 21. Oktober 1967 wurde bei der Generalversammlung der Gesellschaft Mathias Kluth zum neuen Major gewählt. Er ernannte Hubert Bodewein zu seinem Adjutanten.

1969 wurden zwei weitere Jägerzüge in die Gesellschaft Schützenlust aufgenommen. Zum einen der Jägerzug "Vergißmeinnicht" unter der Führung von Hermann-Josef Ippers und zum anderen der Zug "Frei-Weg" unter der Führung von Heinz Schlupp.

Am 21. März 1970 wurden die Jubiläumsfeierlichkeiten zum 70-jährigen Bestehen der Gesellschaft im Saal des Jägerhofs Lenzen abgehalten. Unter der Führung von Mathias Kluth, Hubert Bodewein und des früh verstorbenen Schriftführers der Gesellschaft, Herbert Zentis, erlebte man mit den Vertretern der einzelnen Züge und der durch Rundfunk und Fernsehen bekannten Unterhaltungskapelle "Alwin Weber" aus Düsseldorf, einen unvergeßlichen Abend. Im Anschluß an dieses Fest setzten sich Major Mathias Kluth und der Beisitzende des 2. Zuges Toni Schlüter zusammen und arbeiteten die neue Satzung der Gesellschaft Schützenlust Holzheim aus.

Die seit der Gründung übernommene Beaufsichtigung des Königsvogelschießens des Holzheimer Bürger-Schützenverein wurde 1970 zum letzten Mal durchgeführt und anschließend an die Gesellschaft der Scheibenschützen Holzheim übergeben.

Am 05. Juni 1971 wurde die neue Satzung auf der Korpsversammlung vorgelegt. Nach entsprechender Beschlußfassung trat die neue Satzung auch gleich in Kraft und wurde vom damaligen Major Mathias Kluth, Kassierer Josef Schmitz, Schriftführer Herbert Zentis sowie den Beisitzern der einzelnen Züge unterschrieben.

Durch die Vielfalt der Aufgaben erkannte Mathias Kluth, daß Major und 1. Vorsitzender in einer Person doch zu viel Arbeit und zu zeitintensiv sei. Er stellte sein Amt als 1. Vorsitzender im Juni 1971 zur Verfügung. Die Korpsversammlung wählte am 02. Oktober 1971 Toni Schlüter zum 1. Vorsitzenden der Gesellschaft. Dieses Amt bekleidete er bis zu seinem plötzlichen Tode im Januar 1985.

Auf dieser Korpsversammlung trat auch der Kassierer Josef Schmitz von seinem Amt zurück. Mit vielen Lob- und Dankesworten wurde er für die langjährige Tätigkeit in seinem Amt verabschiedet. Zum neuen Kassierer wurde anschließend Wolfgang Kowertz von der Versammlung gewählt. Herbert Zentis wurde in seinem Amt als Schriftführer bestätigt.

1972 wurde Adi Kremer zum Hauptmann der Gesellschaft Schützenlust gewählt. Gleichzeitig begrüßten wir einen weiteren neuen Zug in unserer Gesellschaft, den Zug "Florianer". Bei den Mitgliedern handelte es sich vorwiegend um Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr Holzheim, die von Manfred Fägenstädt angeführt wurden. In diesem Jahre wurde die Vereinsfahne bei den Schwestern im Kloster Kreitz restauriert.

Im Jahre 1974 hieß es: "Die Jugend kommt". Söhne, deren Väter bereits schon jahrelang aktiv in der Schützenlust sind, gründeten den Zug mit dem Namen "Schützentreu". Er wurde von Paul Steins angeführt. Auf der im Herbst stattgefundenen Korpsversammlung stiftete der Hauptmann Adi Kremer, der Gesellschaft eine Vereinsnadel, die dann auch am 19. November 1974 erstmalig verliehen wurde.

Bereits zu Beginn des Jahres begannen im Festausschuß die Arbeiten zur Vorbereitung des Jubiläumsfeierlichkeiten zum 75-jährigen Bestehen der Gesellschaft.

Am 14. März 1975 begann das Fest mit einem Jubiläumsakt im Sportlerheim der Holzheimer Sportgemeinschaft an der Reuschenberger Straße. Die Räumlichkeiten waren mit der Vereinsfahne, vergilbten Fotoerinnerungen und einer kleinen Ausstellung aus der Requisitenkammer des Schießmeisters feierlich geschmückt worden. Folgende Ehrengäste konnte Major Mathias Kluth an diesem Abend begrüßen:

Protektor Josef Grau, Präsident des Holzheimer Schützvereins

S.M. Schützenkönig Peter Ackers

Vizepräsident Albert Hoeveler

Oberst Bruno Mertens sowie die Herren des Komitees

Pastor Nideggen

Gerd Koch, Schützenkönig aus Neuss

Hermann Wilhelm Thywissen, Präsident des Neusser B.S.V.

Oberverwaltungsrat Gustav Steller, Berzirksverwaltungsstelle Holzheim

Vertreter der Schulen, der Polizei und der Freiwilligen Feuerwehr

Majore und Vorstände der Holzheimer Schützenkorps

ehemalige Spitzen der Gemeinde Holzheim

Bürgermeister Georg Becker Gemeindedirektor Robert Labonte

und das "älteste Mitglied" der Schützenlust Frau Gertrud Schloßmacher (76 Jahre jung).

Protektor Josef Grau hielt die Laudatio. Er streifte kurz die Entwicklung des Korps im Holzheimer Regiment und verwies abschließend auf das schöne Bild, wenn die Schützenlust bei der Abschlußparade zum Schützenfest im "geschlossen Block" aufmarschiere. Am Samstag wurde den Aktiven ein eigens für dieses Jubiläum angefertigtes Abzeichen verliehen. Um 17.00 Uhr fand in der Holzheimer Pfarrkirche St. Martinus ein Ökumenischer Gottesdienst mit Pastor Nideggen von der katholischen Kirchengemeinde sowie von Pastor Köller von der evangelischen Kirchengemeinde statt. Anschließend ging es unter Führung des Tambourkorps Concordia sowie dem Holzheimer Musikvereins von der Kirche zum Kriegerdenkmal. Hier erfolgte die Kranzniederlegung, und mit den Worten: "Kameraden der Schützenlust! In den Reihen werdet Ihr fehlen, aber in unseren Herzen weiterleben!" ging die Feierstunde zu Ende. Ab 20.00 Uhr begann der Jubiläumsball in der festlich geschmückten Mehrzweckhalle Holzheim. Er stand unter dem Motto "Tanz am laufenden Band" und wurde von der Tanzkapelle des Holzheimer Musikvereins und der Kapelle "Family five" gestaltet. Mit einer großen Tombola und Tanz bis in die frühen Morgenstunden ließ man diesen Tag ausklingen. Der Sonntag war den Familien gewidmet. Die Mitglieder (aktive und passive) trafen sich zum Frühschoppen in der Mehrzweckhalle (wenn auch manche etwas verspätet erschienen). Selbst Oberbürgermeister Karrenberg ließ es sich nicht nehmen an diesem Morgen persönlich zu erscheinen. Er verwies in einer kurzen Festansprache darauf, daß die Feierlichkeiten mit der kommunalen Neugliederung des Kreises, zum 01. Januar 1975, einhergehen und er den neuen Stadtteil im Namen der Stadt willkommen heißen wolle. Gerade die Schützen, mit ihren gewachsenen Traditionen, tragen ein hohes Verantwortungsgefühl, auf das sich alte und neue Bürger der Stadt Neuss offen und kameradschaftlich begegnen können. Anschließend mischte er sich schnell wieder unter die Schar der zahlreichen Schützen. Mit Freikarten für das Kinderkarussell auf dem Kirmesplatz und einem gemeinschaftlichen Mittagessen für alle (Erbsensuppe mit Einlage) ging der offizielle Teil der Jubiläumsveranstaltungen zu Ende. Anschließend wurde jedoch wieder bis früh in den Morgen in den einzelnen Vereislokalen weitergefeiert.

Im Anschluß an die Feierlichkeiten mussten die Vorbereitungen für das Jubiläumsschützenfest der Gesellschaft getroffen werden. Ein großer Wunsch aller war es mit einem großen Musikkorps durch die Straßen zu ziehen. Major M. Kluth nahm Gespräche mit verschiedenen Korps auf und entschied sich für das Polizei-Musikkorps-Düsseldorf. Nach Zustimmung durch den Polizeipräsidenten der Stadt Düsseldorf führte das Musikkorps der Schutzpolizei Düsseldorf die Gesellschaft Schützenlust während des Schützenfestes vom 05.-08. Juli 1975 durch die Holzheimer Straßen.

Bereits am 27. Mai 1970 hatte sich der Hauptmann Adi Kremer bereit erklärt, sich um die Königswürde im Jubiläumsjahr 1975 in Holzheim zu bewerben. Dies wurde urkundlich mit Unterschrift und Gemeindesiegel festgehalten. Somit standen sich am Fronleichnamstag Adi Kremer und Karl Schornstein vom Frackzug "Cäcilia" an der Vogelstange gegenüber. Nach hartnäckigem Kampf fiel der Vogel mit dem 55. Schuss von der Stange und der Hauptmann der Gesellschaft war neuer Schützenkönig in Holzheim. Er wurde von den Mitgliedern des Hauptmannszuges und des restlichen Korps begeistert gefeiert. Mit herrlichem Sonnenschein und einer großen Schar an Ehrengästen und Zuschauern an den Straßen feierte das Korps seinen Schützenkönig Adi Kremer während der Schützenfesttage, das mit dem traditionellen Fischessen am Mittwoch endete.

Am 05. September 1975 verstarb Hans Bodewein, der Texter unseres Vereinsliedes und langjähriges Mitglied des Hauptmannszuges. Unter großer Anteilnahme der Gesellschaft wurde er am 10. September 1975 zu Grabe getragen.

Zu den gesellschaftlichen Veranstaltungen gehörte in diesen Jahren auch der Frühlingsball der Schützenlust. Fühlte man sich im alten Saal des Jägerhofs Lenzen (von der Personenzahl her) so richtig wohl, so kam man sich nun in der großen Mehrzweckhalle etwas verloren vor. Die Attraktivität ging dadurch jedoch nicht verloren.

Zum Schützenfest 1977 wurde bekannt gegeben, daß die Gesellschaft mit einem einheitlichen Hut aufmarschieren werde. Lediglich bei der Frage ob der Gamsbart seitlich oder hinten angebracht werden müsse, wurde bzw. musste man hitzige Diskussionen führen. Schließlich einigte man sich auf die heutige Form, daß der Gamsbart hinten angebracht werden muss. Was wäre dies für ein Verein, wenn man sich über wichtige Themen nicht in die Haare bekommen würde.

Bei der Korpsversammlung am 15. November 1977 wurde Josef Schmitz, der aufgrund von gesundheitlichen Problemen nicht mehr aktiv teilnehmen konnte, als erstes Mitglied der Gesellschaft für 50-jährige Mitgliedschaft mit einer Ehrenurkunde und mit der Ehrenmitgliedschaft geehrt. Anschließend wurde dem verstorbenen Oberleutnant Gottfried Dahmen nachträglich die Ehrennadel verliehen. Er war vor allem für viele junge Schützen ein großes Vorbild gewesen.

Sichtlich überrascht zeigte sich die Versammlung und auch der erste Vorsitzende Toni Schlüter über den Entschluss von Major M. Kluth beim Schützenfest 1978 zum letzten Mal das Korps anzuführen.

1978 trat M. Kluth als Major zurück und als Nachfolger wurde der Hauptmann Adi Kremer gewählt. Als Adjutant stand ihm weiterhin Hubert Bodewein zur Seite. M. Kluth wurde anschließend vom 1. Vorsitzenden im Namen des Vorstandes zum Ehrenmajor ernannt. Gleichzeitig trat auf dieser Versammlung der langjährige Kassierer W. Kowertz aus persönlichen Gründen überraschend zurück. Die Versammlung wählte Hans Winzen einstimmig zum neuen Kassierer. Neuer Hauptmann wurde Wolfgang Lemberg.

1979 kam es zur Gründung des Schützenlustzuges "Albatros" unter der Führung von Reinhard Leitz. Auf der Korpsversammlung am  25. November wurde der neue Schriftführer Werner Hoffmann in den Vorstand gewählt. Er löste Franz Röttgen ab. Der Vorstand ehrte Dieter Pflanz mir der silbernen Ehrennadel und Hans Gieretz mit der Plakette für besondere Verdienste und ihrem Einsatz, die zur Fertigstellung der Schießsportanlage Holzheim führten.

Auf der Korpsversammlung 1980 gedachte die Gesellschaft dem ehemaligen Hauptmann Fred Zahn. Für das kommende Jahr einigte man sich auf ein Gedächtnispokalschießen zur Erinnerung an Hans Bodewein. Der Pokal war von der Familie Bodewein gestiftet worden.

1982 feierte die Abteilung Schießsport ihr 25-jähriges Bestehen.

Aufgrund einer Satzungsänderung der Gesellschaft trat der komplette Vorstand nach Entlastung durch die Mitglieder zurück. Bei den Neuwahlen wurde folgender Vorstand wieder gewählt.

1. Vorsitzender   Toni Schlüter
Kassierer   Hans Winzen
Major   Adi Kremer
Schriftführer Werner Hoffmann

Zum neuen und alten Adjutanten des Majors wurde Hubert Bodewein ernannt. Franz Krüll und Robert Ackerschott danken nach 20 Jahren aus gesundheitlichen Gründen als Fahnenoffizier ab. Zu den neuen Fahnenoffizieren der Gesellschaft wurden Dieter Schwittay und Max Neumann ernannt.

1983 trat Werner Hoffmann aus dem Zug Waidmannsheil von seinem Posten als Schriftführer zurück. Zum Schriftführer wurde Helmut Blank gewählt.

Mit tiefer Bestürzung mußten wir im Januar 1985 von unserem 1. Vorsitzenden Toni Schlüter Abschied nehmen. Sein Einsatz und Handeln hat die Gesellschaft Schützenlust in entscheidender Weise geprägt, wofür ihm auch heute noch unser aller Dank gilt.

Auf der Korpsversammlung am 05. Juni 1985 wurde Rolf Hoppe vom Zug "Florianer" zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Der Ehrenmajor M. Kluth und das Ehrenmitglied Josef Schmitz sind beide zu Ehrenmitgliedern des Bürgerschützenvereins Holzheim gewählt worden. Hubert Bodewein tritt nach 17-jähriger Amtszeit aus gesundheitlichen gründen von seinem Posten als Adjutant zurück. Adi Kremer stellte als neuen Adjutanten Herbert Blank vor. Ehrenmajor M. Kluth stiftete daraufhin seinen Säbel dem Korps unter der Bedingung daß dieser vom jeweiligen Adjutanten zu tragen sei. Hans Gieretz überreichte dem Korps, den von der Schießsportabteilung gestifteten "Toni-Schlüter-Pokal". Dieser Pokal sollte immer ein entsprechender Wanderpokal bleiben und nie Eigentum eines Zuges werden. Bei der Chargiertenversammlung am 17. September 1985 wurde der neue Zug "Glücksritter" vorgestellt. Anschließend einigte man sich darauf im folgenden Jahr ein Schützenbiwak auszurichten. Es soll das Frühlingsfest ersetzen, das keinen großen Anklang mehr fand.

Am 07. Mai 1986 fand zum ersten Mal das Schießen der Zugkönige und das Schießen (Mannschaftsschießen) um den Toni-Schlüter-Pokal statt.

In diesem Jahr feierte der Bürgerschützenverein Holzheim sein 150-jähriges Jubiläum. Am 13. September fand erstmalig ein Schützenbiwak auf dem Gelände der Holzheimer Hauptschule statt. Aufgrund der positiven Reaktionen soll dieses nun entsprechend jährlich wiederholt werden.

1987 konnten wir den neuen Zug "Edelwild" unter Führung von Friedrich Flintz in unserer Gesellschaft begrüßen.

Am 30. Mai 1987 wurde die Schwenkfahne der Gesellschaft geweiht. Sie war von Freunden und Gönnern der Gesellschaft gestiftet worden. Willi Peters wird diese beim Schützenfest erstmalig durch die Straßen tragen. Manfred Fägenstädt vom Zug Florianer wurde zum Korpsoberleutnant ernannt. Dieser und auch der Korpsspieß Erich Blank erhielten von der Gesellschaft eine entsprechende Armbinde. Der mehrmalige Korpsmeister Rolf Reinicke stiftete der Gesellschaft eine neue Korpsmeisterkette.

1988 trat der Kassierer Hans Winzen nach 10 Jahren von seinem Amt zurück. In den Vorstand der Gesellschaft wurde anschließend als neuer Kassierer Heinz-Josef Haas gewählt.

Beim erstmaligen ausgetragenen Schießen um den Heinz-Heidkamp-Pokal, den Peter Lüttgen gestiftet hatte, konnte Dieter Schwittay diesen Pokal gewinnen. Auf der Korpsversammlung im November wurde beschlossen ab 1989 einen Korpskönig aus den Reihen der Gesellschaft zu ermitteln. Das Schießen soll zusammen mir den beiden anderen Schießwettbewerben ausgetragen werden (Heinz-Heidkamp-Pokal und Toni-Schlüter-Pokal). Die Krönung soll anschließend am gleichen Abend im Pfarrsaal erfolgen. Der König hält das Königssilber und einen Lorbeerkranz.

1989 tritt der Zug "Ratz Öem" unter der Führung von Jürgen Langhoff der Gesellschaft Schützenlust bei. Den Titel der ersten Korpskönig ging in diesem Jahr an Dieter Lyrmann. Auch der Schützenkönig kam in diesem Jahr aus den reihen der Schützenlust. Hardy Brand aus den Reihen des Zuges "Gemütlichkeit" bekleidete in diesem Jahr das Amt des Schützenkönigs in Holzheim.

Das 90-jährige Bestehen der Gesellschaft wird mit einer Ausstellung in der Stadtsparkasse Neuss und einem entsprechenden Festkommers gefeiert. Herbert Blank wurde in diesem Jahr neuer Korpskönig und zusätzlich konnte der neue Zug "Jungfüchse" in den Reihen der Gesellschaft begrüßt werden.

Adi Kremer wurde in seinem Amt als Major der Gesellschaft mit einer Gegenstimme bestätigt. in diesem Jahr trat nach 35 Jahren Hans Gieretz von seinem Amt als Vorsitzender der Schießsportabteilung zurück. Zum neuen Vorsitzenden wurde Karl-Heinz-Broich gewählt.

1991 feierte Ehrenmitglied Josef Schmitz sein 70-jähriges Jubiläum im Bürger Schützenverein Holzheim. Gleichzeitig feiern die Züge "Vergißmeinnicht" und "Edelwild" ihr 40-jähriges Bestehen.

Im November legt der 1. Vorsitzende Rolf Hoppe sein Amt aus persönlichen Gründen nieder. Bis zu den Neuwahlen im folgenden Jahr übernahm der Major Adi Kremer kommissarisch das Amt des 1. Vorsitzenden. Vier Wochen vor Schützenfest trat Erich Blank als Korpsfeldwebel aus Altersgründen zurück. Schützenfest Sonntag wurde Hubert Hannen zum neuen Korpsfeldwebel ernannt.

1992 wurde zum Biwak der neue Schießwettbewerb "Schieß die Sau" für jedermann ins Leben gerufen. Die Resonanz auf diesen Wettbewerb übertraf jede Vorstellung. Der neue Zug "Treffsicher" unter der Führung von Uwe Schülgen wurde in die Gemeinschaft der Gesellschaft Schützenlust aufgenommen. Adi Kremer wird auf der Korpsversammlung im November ohne Gegenstimme zum 1. Vorsitzenden gewählt. Der Kassierer H.J. Haas wurde ebenfalls einstimmig in seinem Amt bestätigt.

1993 wurden für alle Mitglieder der Gesellschaft Handfackeln angeschafft, um beim Fackelzug ein einheitliches Bild abzugeben. Helmut Blank wird neuer Hauptmann der Gesellschaft und löst damit Wolfgang Lemberg nach 15 Jahren ab. Gleichzeitig wurde Wolfgang Lemberg zum Ehrenhauptmann ernannt und Helmut Blank legte sein Amt als Schriftführer nieder. Kommissarisch wollte er seine Arbeit jedoch bis zu den Neuwahlen im nächsten Jahr fortführen.

1994 wurde der Major für weitere 4 Jahre wiedergewählt. Als neuer Schriftführer der Gesellschaft wurde Reinhard Leitz aus dem Zug "Albatros" gewählt. Der Zug "Ratz Öem" meldet sich als Zug in der Gesellschaft ab.

1995 löste sich der Zug "Gemütlichkeit" nach 46 Jahren alters- und krankheitsbedingt auf. In diesem Jahr konnte der Zug "Aufsteiger" in den Reihen der Gesellschaft begrüßt werden. Zum Schützenfest erlebte die Gesellschaft zum ersten mal nach langer Zeit, daß der Major und der Adjutant im Sattel, auf dem Rücken eines Pferdes, durch die Straßen und über den Paradeplatz ritten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1996 werden der Major Adi Kremer als 1. Vorsitzender sowie Heinz-Josef Haas als Kassierer in ihren Ämtern für weiter 4 Jahre bestätigt.

1997 findet das Korpskönigschießen erstmalig auf dem Schießstand der Hauptschule Holzheim mit anschließender Krönung in der Aula der Hauptschule statt. Der Zug Florianer feierte sein 25-järiges Zugjubiläum. Die zweite Seite der Korpsfahne mußte in diesem Jahr restauriert werden. Die Arbeiten wurden von einer Stickerin in Neukirchen übernommen.

 

Aufgrund der Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr wurde das Korpskönigschießen 1998 erneut auf der Schießanlage der Hauptschule Holzheim ausgetragen. Das Schießen wurde per Video und Monitor in die anderen Räumlichkeiten übertragen. Somit konnten alle den Verlauf des Schießens bestens verfolgen. Man beschloss diesen Ablauf des Schießens auch zukünftig beizubehalten.

Zusätzlich fanden in diesem Jahr weitere Ehrungen statt. Der Zug "Frei-Weg" feierte sein 50-jähriges Bestehen und die Schützen W. Lemberg, Ervenich, Göke, Krahwinkel, Zimmermann und Brand ihre 50-jährige Mitgliedschaft im Bürgerschützenverein Holzheim. Eine Abordnung der Gesellschaft nahm am Umzug zum 75-jährigen Jubiläum des Tambourkorps "Concordia" Holzheim teil.

Nach langen und hitzigen Diskussionen einigte man sich im Korps darauf eine alte Tradition wieder aufleben zu lassen. Jeweils Schützenfestdienstags wird das Korps in Blockformation über den Paradeplatz marschieren. Der amtierende Schützenkönig Hubert Hannen aus den Reihen des Hauptmannzuges durfte die Blockformation der Gesellschaft wieder abnehmen. In den Arbeitsgruppen beginnen die Vorbereitungen auf das 100-jährige Jubiläum der Gesellschaft. Unser Major ließ es sich in diesem Jahr nicht nehmen die Königswürde der Stadt Neuss zu erringen.

1999 konnte Major Adi Kremer nicht aktiv an den Schützenfesttagen teilnehmen. Eine Knieverletzung zwang ihn zum Zuschauen am Straßenrand. Helmut Blank übernahm die Aufgaben unseres Majors.

Herbert Blank errang in diesem Jahr die Königswürde des B.S.V. Holzheim, so daß Hubert Hannen ihn als Adjutant vertrat Somit stellte die Gesellschaft während ihrer Jubiläumstage auch den amtierenden Schützenkönig in Holzheim.

Der Ehrenadjutant Hubert Bodewein feiert seine 50-jährige Mitgliedschaft in der Gesellschaft Schützenlust.

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